Rückblick: KinoConnect E-Academy zu KI im (Kino-)Alltag
- vor 7 Tagen
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Am 20. August fand unsere aktuelle KinoConnect E-Academy zum Thema „KI im (Kino-)Alltag sinnvoll nutzen“ statt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Künstliche Intelligenz in der Kinobranche nicht nur ausprobiert, sondern konkret und sinnvoll im Arbeitsalltag eingesetzt werden kann.
Dabei ging es bewusst nicht um einen Grundlagenkurs, sondern um den nächsten Schritt: Wie kann KI dabei helfen, wiederkehrende Aufgaben besser zu strukturieren, produktiver zu arbeiten und neue digitale Anforderungen im Blick zu behalten?

Gemeinsam mit Jakow Smirin von der STARTPLATZ AI Academy und Valentin Degen von International Showtimes haben wir das Thema aus zwei praxisnahen Perspektiven beleuchtet – mit einem klaren Schwerpunkt auf der Frage, wie aus einzelnen Prompts verlässliche, wiederverwendbare Arbeitsabläufe entstehen können.
Schon die Umfragen in der Session haben dabei ein klares Bild ergeben: Viele Teilnehmende sind beim Thema KI nicht mehr ganz am Anfang, suchen aber nach Wegen, den Schritt von ersten Tests hin zu belastbaren Workflows, wiederverwendbaren Setups und konkreten Anwendungsfällen im Alltag zu gehen.
Vom Prompt zum Skill: STARTPLATZ AI Academy

Der Hauptfokus der E-Academy lag auf dem Beitrag von Jakow Smirin und der STARTPLATZ AI Academy. Hinter der STARTPLATZ AI Academy steht der STARTPLATZ, einer der führenden Startup- und Innovations-Hubs im Rheinland. Die Academy ist aus der langjährigen Beschäftigung mit dem Thema Künstliche Intelligenz entstanden und begleitet Unternehmen dabei, KI praxisnah in Arbeitsalltag und Prozesse zu integrieren.
Unter dem Titel „Vom Prompt zum Skill“ ging es darum, wie aus punktuellen KI-Anfragen ein wiederverwendbarer Arbeitsmodus werden kann.
Der zentrale Gedanke: Viele nutzen KI bereits, aber oft bleibt es bei einzelnen Prompts, die jedes Mal neu formuliert werden müssen. Nachhaltig produktiv wird die Nutzung erst dann, wenn wiederkehrende Aufgaben sauber strukturiert und anschließend als Skills bzw. verlässliche KI-Workflows hinterlegt werden.
Dass genau darin ein großer Bedarf liegt, spiegelte sich auch in der Dynamik der Session wider: Besonders relevant war für viele nicht die einmalige Nutzung eines Tools, sondern die Frage, wie sich wiederkehrende Aufgaben systematisieren und in kleine, alltagstaugliche Workflows übersetzen lassen. Auch der Wunsch nach eigenen Skills, festen Setups und klaren Strukturen für kleine Teams war deutlich spürbar. Diese Stoßrichtung wurde durch die Umfragen während der Session klar bestätigt: Im Vordergrund standen weniger allgemeine Grundlagen, sondern konkrete nächste Schritte in Richtung wiederverwendbarer Arbeitsweisen und umsetzbarer Praxisbeispiele.
Besonders greifbar wurde der Vortrag durch zwei Live-Demos aus dem Kinoalltag:
Programmplanung und Disposition: Anhand eines Beispiels zeigte Jakow, wie man sich auch ohne tiefes branchenspezifisches Vorwissen schrittweise die relevanten Informationen zum eigenen Kino, zum Umfeld und zum Programm zusammensucht, diese in einem Skillset strukturiert und darauf aufbauend Spielzeiten und Filmauswahl für die Woche besser vorbereiten kann.
Gästekommunikation: Anfragen, zum Beispiel zu Schulvorstellungen, können mit Hausdaten, Tonalität und festen Rahmenbedingungen so vorbereitet werden, dass Antworten konsistent, zeitsparend und passend zum jeweiligen Haus vorgeschlagen werden – weiterhin mit menschlicher Freigabe.
Gerade diese Praxisnähe war für die Veranstaltung zentral. Es ging nicht um abstrakte Zukunftsszenarien, sondern um Aufgaben, die in vielen Häusern tatsächlich regelmäßig anfallen: Programmkommunikation, Textarbeit, Standardanfragen, interne Vorbereitung und strukturierte Abläufe.
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Vortrags war die organisatorische Perspektive. Skills wurden nicht als individuelles Experiment verstanden, sondern als Arbeitswissen, das im Unternehmen erstellt, gepflegt, geprüft und an unterschiedliche Mitarbeiter*innen weitergegeben werden kann. Damit rückte auch die Frage nach KI-Kompetenz im Team stärker in den Fokus: Wer baut solche Setups? Wer prüft sie? Und wie lassen sie sich sinnvoll in bestehende Arbeitsabläufe integrieren?
Auch der rechtlich-organisatorische Rahmen wurde praxisnah eingeordnet. Im Vortrag ging es unter anderem um KI-Kompetenz, interne Regeln, Eingabeverbote und Transparenzpflichten – also genau um die Punkte, die für kleinere Organisationen im Alltag relevant und umsetzbar sein müssen.
Ein besonderes Plus für die Teilnehmenden war das von STARTPLATZ bereitgestellte Skill-Paket für Kinos, das direkt heruntergeladen und an die eigene Arbeit angepasst werden kann. Damit wurde der Anspruch der Session auch praktisch eingelöst: nicht nur Orientierung zu geben, sondern direkt nutzbare Materialien an die Hand zu geben.
Materialien zum Download
Zur weiteren Vertiefung stellt die STARTPLATZ AI Academy die Materialien aus dem Vortrag direkt zur Verfügung:
Präsentation zum herunterladen:
Landingpage mit Skill-Paket: https://startplatz-ai-academy.de/ki-im-kino
AI Search und digitale Sichtbarkeit: International Showtimes

Im zweiten Impuls richtete Valentin Degen von International Showtimes den Blick auf ein Thema, das für die Kinobranche in Zukunft deutlich relevanter werden dürfte: AI Search und digitale Sichtbarkeit.
Im Zentrum stand die Frage, wie Kinos, Verleiher* und Studios ihre Inhalte künftig so aufbereiten können, dass sie in neuen Suchumgebungen besser auffindbar und korrekt ausgespielt werden. Das Handout macht dabei sehr deutlich: Gute Sichtbarkeit in KI-Systemen beginnt nicht erst bei KI, sondern bei sauberen digitalen Grundlagen.
Zu den wichtigsten Punkten gehörten:
gutes SEO als Basis mit klarer Seitenstruktur, beschreibenden Überschriften und zusätzlichen Kontextinformationen
maschinenlesbare Inhalte, die nicht nur über JavaScript oder eingebettete Widgets verfügbar sind
strukturierte Daten für das Kinoprogramm, zum Beispiel zu Film, Datum, Uhrzeit, Format, Sprache, Untertiteln, Ausstattung und Ticketlinks
die klare Empfehlung, PDF-Programme nicht als einzige Quelle für Programm- und Buchungsinformationen zu verwenden
Inhalte stärker entlang realer Nutzer*innenfragen zu strukturieren, etwa zu OV/OmU, Barrierefreiheit, Kinderprogramm, Preisen oder Ausstattung
auf Aktualitätssignale, konsistente Daten und die Präsenz auf relevanten Drittplattformen zu achten
Sichtbarkeit in KI-Suchen aktiv zu messen und regelmäßig zu prüfen
Der Impuls ergänzte den vorherigen Beitrag sehr gut, weil er die eher interne Frage nach KI-Workflows im Arbeitsalltag um eine externe Perspektive erweitert hat: Wie sichtbar und auffindbar sind Kinos in einer Suchwelt, die sich gerade verändert? Gleichzeitig wurde über die Umfragen deutlich, dass dieses Thema zwar stark interessiert, viele Häuser aber zunächst vor allem den ersten Schritt im eigenen Alltag und in den eigenen Prozessen gehen wollen.
Hier könnt ihr Valentins Handout direkt herunterladen:
Was wir aus der Session mitnehmen - KI im Kino
Die E-Academy hat deutlich gemacht, dass es in der Kinobranche beim Thema KI aktuell vor allem um drei Dinge geht:
● wiederkehrende Aufgaben sinnvoll strukturieren
● aus ersten Tests verlässliche Workflows und Setups entwickeln
● gleichzeitig neue Anforderungen rund um Sichtbarkeit und Auffindbarkeit mitdenken
Besonders stark war dabei der Fokus auf Jakows Ansatz, KI nicht als einmalige Eingabe, sondern als wiederverwendbares Arbeitswerkzeug zu denken. Genau dort scheint aktuell auch für viele Häuser ein großer Hebel zu liegen.
Gleichzeitig wurde im Laufe der Session deutlich, dass der Bedarf nach Vertiefung hoch bleibt: sowohl bei praktischen KI-Workflows für kleine Teams als auch bei Fragen zu Skills, Assistenzen, Praxisbeispielen aus der Branche und zur Aufbereitung von Inhalten für neue Suchumgebungen.
Wir danken Jakow Smirin und der STARTPLATZ AI Academy sowie Valentin Degen von International Showtimes für die praxisnahen Impulse und allen Teilnehmer*innen für den Austausch.
Wenn du tiefer in einzelne Themen einsteigen möchtest, lohnt sich auch ein Blick auf unsere kommenden Formate bei KinoConnect.





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